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Spuren der Vergangenheit – Stimmen der Zukunft

15 November|11:00 - 14:00

Kulturelle Teilhabe, Antirassismus, interkultureller Dialog und intersektionale Frauenarbeit

Spuren der Vergangenheit – Stimmen der Zukunft

Datum Sonntag, 15. November 2026
Uhrzeit 11:00 – 14:00 Uhr 
Ort Museum Fünf Kontinente
Grußwort Karl Straub, MdL, Integrationsbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung
Schirmpatin Dimitrina Lang Vorsitzende des Migrationsbeirats München
Moderation Dr. Corina Toledo, FKP e.V.
Kuratorin: Dr. Corina Toledo
Praktische Umsetzung der interdisziplinären Performance mit den Künstlerinnen 
„Spuren der Vergangenheit – Stimmen der Zukunft“ ist eine interdisziplinäre Performance, die Musik, Gesang, Tanz, Erzählung und visuelle Symbolik verbindet. 
„Spuren der Vergangenheit – Stimmen der Zukunft“ verbindet Kunst, Erinnerung und gesellschaftliche Teilhabe zu einem partizipativen Kulturprojekt, das historische Perspektiven mit aktuellen Fragen von Diversität, Identitätsbildung, Geschlechtergerechtigkeit und demokratischem Zusammenleben verknüpft. Durch die aktive Einbindung migrantischer Künstlerinnen und Communities stärkt das Projekt den interkulturellen Dialog, macht bislang wenig sichtbare Perspektiven im öffentlichen Raum erfahrbar und trägt zu einer vielfältigen, diskriminierungskritischen und zukunftsorientierten Erinnerungskultur in München bei.
„Von der Wunde zur Stimme – von der Erinnerung zur Befreiung“
Praktische Umsetzung der interdisziplinären Performance mit den Künstlerinnen
Künstlerisches Umsetzungskonzept und dramaturgischer Ablauf der interdisziplinären Performance
Wie bewahren Frauen kulturelles Wissen, überwinden koloniale Verletzungen und gewinnen ihre Stimmen selbstbestimmt zurück?
Ausgehend von einem gemeinsamen künstlerischen Entwicklungsprozess verweben Künstlerinnen unterschiedlicher kultureller Hintergründe ihre Traditionen, Erinnerungen und Ausdrucksformen zu einer gemeinsamen Sprache. Stimme, Rhythmus, Bewegung und Erzählung werden zu Trägern von Erinnerung, Identität und Widerstandskraft.
Die Performance verbindet drei bedeutende künstlerische Traditionen Lateinamerikas.
„Me Gritaron Negra“ – Victoria Santa Cruz (Peru)
Das berühmte rhythmische Gedicht von Victoria Santa Cruz erzählt von der Transformation rassistischer Ausgrenzung zu Selbstermächtigung, Würde und Stolz. Inspiriert von diesem Werk thematisiert die erste Performance den Schmerz der Ausgrenzung und seine Verwandlung in Stärke, Identität und Würde.
Gesungen wird das Stück von Chakabelle, begleitet vom Gitarristen Chino Augusto Aguilar. Die Tanzgruppe Corazón Peruano übersetzt die Botschaft in Bewegung. Musik, Tanz und Stimme verschmelzen zu einer kraftvollen Hommage an afro-diasporische Frauen und ihre ungebrochene Widerstandskraft, Lebensenergie und Lebensfreude.
Totó la Momposina (Kolumbien)
Die Musik von Totó la Momposina feiert die Kraft afro-kolumbianischer Traditionen, die Verbindung zur Natur und den gemeinschaftsstiftenden Rhythmus von Gesang und Tanz. Als „Stimme der Erde“ bewahrt sie das kulturelle Erbe afrikanischer, indigener und bäuerlicher Wurzeln Kolumbiens und macht es weltweit sichtbar.
Mit ihrer Performance würdigt die Tanzgruppe Semilla dieses Vermächtnis. Die Choreografien übersetzen den Geist der kolumbianischen Karibik in Bewegung und machen Naturverbundenheit, kollektive Erinnerung und Lebensfreude unmittelbar erfahrbar.
Tanzgruppe Puelche (Chile)
Die Tanzgruppe Puelche unter der Leitung von Isabel Padilla schlägt eine Brücke zwischen Geschichte und Gegenwart. Mit traditionellen Tänzen, authentischen Trachten und kraftvollen Rhythmen zeigt sie indigene Frauen als mutige Akteurinnen im Einsatz für Territorium, Natur und ein Leben in Würde. Gleichzeitig macht die Gruppe chilenische Kultur mitten in Bayern erlebbar und setzt ein Zeichen für transkulturelle Teilhabe.
Gemeinsamer Ausklang mit einem interaktiven Teil aus Gesang und Bewegung:
Die künstlerische Reise
Die Stimmen der Ahninnen
Eine ruhige Eröffnung führt in die Welt weiblicher Erinnerungsträgerinnen. Symbolfiguren stehen für Fürsorge, Schöpfung, kulturelle Kontinuität und die Verteidigung des Lebens.
Lisa
Chino Augusto Aguilar
Chino Augusto Aguilar ist ein in Lima klassisch an der Oboe ausgebildeter Multiinstrumentalist und Virtuose der lateinamerikanischen Musik, der eine tiefe Meisterschaft traditioneller Klänge einbringt. An seiner Seite steht seine Tochter, die als Münchner Independent-Künstlerin unter dem Namen CHAKABELLA seit 2020 ihre persönlichsten Songs veröffentlicht. Ihr Künstlername bedeutet „schöne Brücke“ und steht für den Befreiungsschlag zwischen Stärke und Verletzlichkeit. Sie wuchs von klein auf mit peruanischer und afroperuanischer Musik – von lebendigen Festejos bis hin zum emotionalen Vals – auf der Bühne auf.
Gemeinsam verschmelzen sie ihre individuellen künstlerischen Stimmen zu einem kraftvollen, generationenübergreifenden Dialog.
Esperanza-Rivera-Vollmer

Performance: Tanzgruppe Semilla, Aluna Minga

Aluna Minga e.V. ist ein soziokultureller Verein aus München, der sich für eine gerechte Gesellschaft und die Vernetzung migrantischer Perspektiven engagiert. Durch Kulturprojekte und kreative Treffpunkte schafft das Kollektiv Räume für interkulturellen Austausch, Gemeinschaft und künstlerische Entfaltung.

Die Tanzgruppe Semilla: In enger Zusammenarbeit mit Aluna Minga e.V. bereichert die Tanzgruppe Semilla das Projekt mit einer kraftvollen Tanz-Performance. Sie widmet sich der kolumbianischen Kultur – den Klängen der Caña de Millo, den Maracas und dem tiefen Herzschlag der Trommeln. Im Vordergrund steht das musikalische Erbe von Totó la Momposina, der Stimme der kolumbianischen Karibik. Mit Rhythmen wie Cumbia, Bullerengue und Mapalé ist ihre Musik ein Ritual des Widerstands, der Erinnerung und der Identität, das afrokolumbianische, indigene und bäuerliche Wurzeln vereint. Durch ihre Performance macht Semilla diese Geschichte erlebbar und schlägt eine Brücke zwischen den Kulturen: ein lebendiges Vermächtnis, das gesungen, getanzt und von Herz zu Herz weitergegeben wird.

Lisa

Performance: Tanzgruppe Corazón Peruano

Seit Mai 2002 bringt Corazón Peruano den lebendigen Reichtum Perus auf die Bühnen in München und der Welt. Was aus der Liebe zur Heimat entstand, ist heute eine Brücke zwischen den Kulturen. Mit bunten Trachten und Leidenschaft zeigt die Gruppe die Vielfalt aller drei Regionen Perus – von der Küste über die Anden bis in den Regenwald. Ob bei Auftritten in der Region oder auf internationalen Festivals in China, Kroatien, Österreich und Italien: Corazón Peruano begeistert das Publikum und hält Traditionen lebendig. Die Gruppe feierte ihr 25-jähriges Jubiläum – ein Vierteljahrhundert voller Hingabe zur peruanischen Folklore!

Corina-Toledo
Als Künstlerinnen und Künstler mit peruanischen Wurzeln unterstützen wir das Projekt ‚Spuren der Vergangenheit – Stimmen der Zukunft‘ aus voller Überzeugung. Es bricht mit kolonialen Leerstellen und opferzentrierten Narrativen, indem es die Stärke, das kulturelle Wissen und die Selbstermächtigung migrantischer Frauen in den Mittelpunkt stellt. Musik und Kunst sind für uns kraftvolle Werkzeuge des Widerstands, der Erinnerungskultur und der gesellschaftlichen Teilhabe – für eine diverse und demokratische Stadtgesellschaft in München.
Lisa
Corina-Toledo
Corina-Toledo

Performance: Tanzgruppe Puelche

Leitung: Isabel Padilla

Im Rahmen des Projekts „Spuren der Vergangenheit – Stimmen der Zukunft setzt die Münchner Tanzgruppe Puelche ein kraftvolles Zeichen für kulturelle Teilhabe, Antirassismus und intersektionale Frauenarbeit. Seit vielen Jahren bringt das Ensemble die rhythmische Vielfalt Chiles nach Bayern. In ihrer aktuellen Performance widmet sich die Gruppe der unbezwingbaren Widerstandskraft der Frauen aus den vielen Urvölkern: Mit authentischen Trachten und mitreißender Dynamik machen die Tanzgruppe sichtbar, wie mutig und entschlossen sich Frauen für ihr Territorium, die Natur sowie für ein Leben in Würde, Frieden und Gerechtigkeit einsetzen.

Künstlergruppe: Kusikuna Der Verein Kusikuna e.V. setzt sich in München leidenschaftlich für die Förderung und Vermittlung der peruanischen Kultur ein. Der Name entstammt dem Quechua und bedeutet sinngemäß „die Glücklichen“ oder „die Freude Bereitenden“. Mit vielfältigen Projekten, bunten Trachten und traditionellen Tänzen bringt der gemeinnützige Verein das kulturelle Erbe Peru´s auf die Bühne, stärkt den interkulturellen Dialog und schafft ein lebendiges Gemeinschaftsgefühl für Menschen aller Herkünfte.

Details

  • Datum: 15 November
  • Zeit:
    11:00 - 14:00
  • Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

  • Museum Fünf Kontinente München
  • Maximilianstraße 42
    München, 80538