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Aufruf zum feministischen Aktionstag in München

9 März|12:00 - 18:00
„Frauenräume schaffen, Wandel gestalten“!

ENOUGH! GENUG! BASTA! – GLOBALER FRAUEN-GENERALSTREIK

Datum Montag, 09. März 2026
Uhrzeit 12 Uhr
Ort Marienplatz

Statements von Dr. Corina Toledo und Fadumo Korn
Freundinnen und Unterstützerinnen sind herzlich eingeladen, mit uns am Marienplatz ein Zeichen zu setzen. 
Weitere Aktionen in München: 
17:00 Uhr: Kundgebung des Töchter Kollektivs am Odeonsplatz.
18:00 Uhr: Zehnminütiger Sitzstreik am Odeonsplatz.
Uns verbinden die weltweiten Forderungen nach:
  • Existenzsichernden Löhnen und verbindlicher Personalbemessung in Sorgeberufen.
  • Entlastung von Alleinerziehenden und Pflegenden.
  • Abschaffung des Ehegattensplittings und Schließung der Rentenlücke.
  • Vollumfänglichem Gewaltschutz und dem massiven Ausbau von Frauenhäusern.

Doch, uns vom frau-kunst-politik e.V. reicht das nicht!

Der Staat und seine Institutionen müssen endlich ihren Verfassungsauftrag erfüllen. Ein Leben in Würde, Sicherheit und Frieden für Mädchen, Frauen, Mütter und ihre Kinder darf keine Utopie sein, sondern muss Realität werden. Der Verfassungsauftrag verpflichtet den Staat, dass alle Menschen in Freiheit, Sicherheit, Frieden und Würde leben können.
Im Grundgesetz (GG) ist im Kern der Verfassungsauftrag Deutschlands präzise festgeschrieben:
Leben in Sicherheit
Der Staat hat die Pflicht, die Bürger vor Gefahren zu schützen. Dies spiegelt sich u. a. in den Artikel 2 und 20 GG wider: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ und „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus; sie wird durch besondere Organe ausgeübt.“
Frieden
Deutschland verpflichtet sich sowohl innerstaatlich als auch international zu einem friedlichen Zusammenleben. Das Grundgesetz enthält hierzu Artikel 1 und 26 GG, die Menschenwürde und den Friedensauftrag betonen: Kriegsvorbereitungen sind verboten, und das Handeln des Staates muss friedlich sein.
Würde
Die Menschenwürde ist unverletzlich (Artikel 1 GG) und bildet das oberste Prinzip des Staates. Alle Gesetze und staatlichen Maßnahmen müssen sie achten und schützen.
Wir fordern Männer ausdrücklich dazu auf, Verantwortung zu übernehmen!
Historisch gewachsene und dogmatisch verankerte männliche Prinzipien reproduzieren bis heute strukturelle Ungleichheit. Von den Ursprüngen der Sesshaftigkeit über theologische Verfestigungen bis hin zur heutigen Ökonomie der Gier und Akkumulation: Die Unterordnung von Frauen und marginalisierten Gruppen ist ein integraler Bestandteil dieses Systems. Selbst moderne Anpassungen dienen oft nur dazu, diese Ungleichgewichte zu stabilisieren. Unsere Schlussfolgerung: Echte Gleichstellung erfordert eine fundamentale Neugestaltung von Politik, Religion und Ökonomie.
Die feministische Bewegung hat in vielen Ländern bereits viel erreicht, doch vieles bleibt zu erkämpfen — und steht angesichts aktueller Haushaltsdebatten sogar wieder auf der Kippe: gut ausgebaute Kinderbetreuung, funktionierende Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sowie soziale und kulturelle Infrastruktur.
Gülseren Demirel
Wenn wir streiken, steht die Welt still!
Statement von Fadumo Korn, Autorin und Dolmetscherin. Erste Vorsitzende von Nala „Bildung statt Beschneidung“ e. V.
Am 9. März 2026 streiken weltweit Frauen, weil Care-Arbeit – wie Pflege, Kinderbetreuung und Haushalt – systematisch undervaluiert und oft unbezahlt bleibt. Diese unsichtbare Arbeit stützt unsere Gesellschaft und Wirtschaft, doch sie wird von Politik, Arbeitgebern und Medien nicht angemessen anerkannt, bezahlt oder finanziell abgesichert. Ein globaler Streik setzt ein starkes Zeichen: Ohne die oft unbezahlte Care-Arbeit bricht das System zusammen. Wir fordern faire Bezahlung, besseren Zugang zu Betreuung, bessere Arbeitsbedingungen, ausreichende Renten- und Sozialleistungen sowie politische Sichtbarkeit und Mitbestimmung für alle Frauen in Care-Berufen und allen, die Care leisten. Zudem fordern wir gleiche Ausbildungschancen und gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. Nur durch kollektives, entschlossenes Handeln können wir echte Gleichberechtigung und soziale Sicherheit erreichen.
Corina-Toledo
Wenn wir streiken, steht die Welt still!
Statement von Dr. Corina Toledo, Erste Vorstandsvorsitzende frau-kunts-politik e.V.
Das ist keine Drohung, das ist die Realität. Doch während die Welt stillsteht, müssen wir den Blick dorthin richten, wo die Ausbeutung am leisesten und am härtesten ist: auf die Millionen Migrantinnen, die das deutsche Care-System auf ihren Schultern tragen.
Damit der globale Frauenstreik am 9. März für Migrantinnen wirksam wird, fordern wir:
Entkoppelung: Das Bleiberecht darf nicht vom aktuellen Arbeitsverhältnis abhängen.
Anerkennung: Schnelle und unbürokratische Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, um die Abdrängung in den Niedriglohnsektor zu stoppen.
Schutzräume: Aufbau von Beratungsstellen und Gewerkschaftsstrukturen speziell für isoliert arbeitende Migrantinnen (z.B. in Privathaushalten).
Solidarität ist nur dann echt, wenn sie die Frauen einschließt, die aufgrund ihres Passes oder ihrer Herkunft am stärksten zum Schweigen gebracht werden.
„Unser Streik kennt keine Grenzen – Unsere Solidarität auch nicht!“

Details

  • Datum: 9 März
  • Zeit:
    12:00 - 18:00
  • Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

  • Marienplatz
  • Marienplatz
    München,

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