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Matriarchat als Gesellschaftsmodell und Matriarchale Spiritualität
18 Oktober 2025|13:00 - 17:30

Podiumsdiskussion
Matriarchat als Gesellschaftsmodell und Matriarchale Spiritualität
Datum Samstag, 18. Oktober 2025
Uhrzeit 13.00 – 17.30 Uhr
Ort Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, München
Leitung und Moderation Dr. Corina Toledo, Erste Vorstandsvorsitzende FKP e.V.
Referentinnen Dr. phil. Mariam Irene Tazi-Preve, Renate Fuchs-Haberl, Lena Wilderbach und Elif Kaya
Musik: María José Rodríguez (Sopran) & David Bermúdez (Gitarre)
Online-Teilnahme via Zoom-Link
Meeting-ID: 810 0711 0934 | Kenncode: 514216
KOSMOVISION
Bei dieser Tagung geben international renommierte Exper tinnen eine Einführung in matriarchale Gesell schaftsformen: In westlich orientierten Forschungsansätze n wird oft das Matriarchat als Gesellschaftsmodell propagiert. Dabei wird der Begriff Matriarchat meist assoziiert mit einer direkten Herrschaft der Frau über den Mann, unbewusst oder als politische Strategie.
Gemeinsam reflektieren wir politische, ökonomische und kulturelle Organisationselemente des Matriarchats: was können wir daraus lernen, wie können wir Elemente auf unsere heutigen Lebensformen anwenden?
Referentinnen
Dr. phil. Mariam Irene Tazi-Preve
Dr. phil. Mariam Irene Tazi-Preve, geboren in Innsbruck, Studium der Politikwissenschaft, Geschlechterforschung und Romanistik, ist eine Zivilisationstheoretikerin mit visionärem Blick und lehrt und forscht an der University of Central Florida, davor University of New Orleans. Sie verfügt über langjährige Forschungstätigkeit in Wien an den größten Forschungsinstitutionen. Sie ist Autorin bzw. Koautorin und Herausgeberin von mehreren Büchern und zahlreichen wissenschaftlichen Beiträgen, darunter “Mutterschaft im Patriarchat”, “Väter im Abseits” und „Familienpolitik“. Sie war Mitbegründerin von “Bumerang. Zeitschrift für Patriarchatskritik”. „Das Versagen der Kleinfamilie“ ist ihr jüngstes Buch.
Dr. phil. Mariam Irene Tazi-Preve hält weltweit Vorträge und ist in zahlreiche internationale Netzwerke involviert (Network of Societies of Peace, Motherhood Initiative for Research and Community Involvement, The Gift Economy Network, American Political Science Association u.a.m.). Website: https://www.mariamtazi-preve.com
Renate Fuchs-Haberl
Renate Fuchs-Haberl, die „Wildmohnfrau“, vermittelt als Referentin für moderne Matriarchatsforschung der Int. Akademie Hagia das für unsere heutige Zeit bedeutsame Wissen über matriarchale Kulturen und deren Gesellschaftsstrukturen. Sie ist Landschaftsmythologin, Ritualfrau, Autorin und beschäftigt sich mit den spirituell-schamanischen Frauentraditionen des Alpenraums. https://www.wildmohnfrau.at/
„Matriarchale Kulturen sind uns ein anschauliches Beispiel, dass ein friedliches Zusammenleben möglich ist. Sie zeigen uns, wie ein gutes Leben für Alle aussehen kann, deshalb freue ich mich, dass sich alle Interessierten im Rahmen dieser Tagung über matriarchale Gesellschaftsmuster und matriarchale Spiritualität informieren und austauschen können.“
Lena Wilderbach
Lena Wilderbach vom Jineolojî Zentrum Brüssel hat Kulturwissenschaften und Politikwissenschaft studiert. Als Teil der Jineolojî Akademie war sie mehrere Jahre in Rojava (Nord und Ost Syrien). Dort hat sie unter anderem im Frauendorf Jinwar gelebt und gearbeitet, wo Frauen gegen Besatzung und Patriarchat Widerstand leisten, indem sie kommunales Leben auf der Grundlage des Paradigmas von Frauenbefreiung, Ökologie und demokratischer Gesellschaft aufbauen.
Elif Kaya
Elif Kaya ist Mitglied des Jineolojî Zentrums und Editorin des vierteljährlich erscheinenden Jineolojî Magazins. Sie stammt aus Nordkurdistan und ist seit über dreißig Jahren in der Frauenbewegung Kurdistans aktiv. Sie forscht im Rahmen der Jineolojî zu gesellschaftlichen Themen, veröffentlicht Artikel in diversen Publikationen, hält Vorträge und gibt Workshops zur Jineolojî, der Geschichte der Frauenbewegung Kurdistans und vielem mehr.
Leitung und Moderation
Begrüßung: Dr. Corina Toledo
Dr. Corina Toledo wurde in Chile geboren und begann dort das Studiums der Physik und Mathematik. Mit 22 Jahren wanderte sie nach Venezuela aus, wo sie acht Jahre lebte und arbeitete. Corina Toledo studierte in München Politikwissenschaft und promovierte in Augsburg. Schon als Schülerin engagierte sich die überzeugte Aktivistin für ein Leben in Frieden und Würde. In München war sie im Vorstand des Vereins „Mütter gegen Atomkraft“ und in diversen anderen Organisationen tätig.
Dr. Corina Toledo hat den Verein „OneBillionRising“ München mitgegründet und später den Verein „frau-kunst-politik“, dessen 1. Vorstandsvorsitzende sie heute ist. Ihr konstantes Engagement zielt auf die Verwirklichung der Gleichheit und Geschlechtergerechtigkeit für Mädchen und Frauen, insbesondere für Migrantinnen.
Musik
Das Duo aus Sopranistin María José Rodríguez und dem Gitarristen David Bermúdez entführt uns in die Klangwelt Südamerikas.
Gitarre
David Bermúdez Moreno
David Bermúdez Moreno stammt aus Puebla, Mexiko. Er hat am Mozarteum in Salzburg und am Conservatorio „Leopold Mozart“ in Augsburg sein musikalisches Studium absolviert. Neben seiner Konzerttätigkeit ist er als Gitarren- und Ukulelenlehrer tätig.
Sopran