„Komm mit mir wandern, ich habe Wanderlust …“ Filmvorführung mit Diskussion
8 Mai|19:00 - 21:30

„Töchter des Aufbruchs“ beflügelt von Freiheitsliebe
„Komm mit mir wandern, ich habe Wanderlust …“
Datum Donnerstag, 08. Mai 2026
Uhrzeit 19:00-21:30 Uhr
Ort Bellevue di Monaco
Leitung Dr. Corina Toledo, Erste Vorstandsvorsitzende FKP e.V.
Regisseurin Ulrike Betz
Protagonistin Eleni Tsakmaki
Moderation Naciye Özsu
Mit kraftvoller Stimme und dem poetischen Flow von Ebows Musik verwebt der Film die Migrationsgeschichte von Frauen in Deutschland zu einem vielschichtigen Panorama: von den ersten „Gastarbeiterinnen“, über politische Flüchtlinge bis hin zu einer jungen Generation, die ihre Herkunft selbstbewusst in kreative Energie verwandelt.
Mit Charme und Tiefgang erzählen die Frauen ihre oft abenteuerlichen Geschichten. Es sind Geschichten von der beharrlichen Anstrengung, Brücken zwischen den Kulturen zu bauen. Sie verhehlen auch nicht, dass es einen bleibenden Schmerz gibt: Die Beziehung zu ihren Kindern, die daheim im Dorf bleiben mussten und die heute der Mutter entfremdet sind. Entstanden ist ein vielstimmiges Bild von Mut, Schmerz und Hoffnung – von Frauen, die mit Beharrlichkeit Brücken zwischen Welten schlagen.
Mehr Informationen, weitere Termine und den Trailer finden sie auf der offiziellen Homepage: https://toechterdesaufbruchs.de/
Uli Bez, Filmmacherin
Ulrike Bez als passionierte und überzeugte audiovisuelle „Geschichtserzählerin“ trägt entscheidend zur kritischen Vermittlung unseres „Geschichtsbewusstseins“ bei. Aus dieser Perspektive vermag sie das „kollektive Gedächtnis“ zu beeinflussen. Uli Bez versteht sich als Komplizin ihres Filmstoffs und sie bezeichnet ihre Arbeit als „Filmemachen ohne Geländer“, angelegt an die philosophische Praxis Hannah Arends: „Denken ohne Geländer“. www.bezmedien.de
Eleni Tsakmaki
Inciser Gülnar
Angetrieben von Freiheitsliebe und Abenteuerlust kommt Inciser Gülnar vor ziemlich genau 60 Jahren am 10.Mai 1966 aus Istanbul im Rahmen des Anwerbeabkommens nach Deutschland; zunächst in Ochsenfurt in einer Textilfabrik, dann in einer Münchner Klinik als Reinigungskraft, später im Service. Sie lebt in einer Wohngemeinschaft und das Reisen ist ihre große Leidenschaft. Auch nach Gründung ihrer Familie legt sie großen Wert auf ein selbstbestimmtes Leben und macht sich selbständig. Um gerechte Bildungschancen für ihre beiden Töchter kämpft sie mit gewitzter Rebellion und im Alter von 60 Jahren wirft sie die letzten Fesseln ab und lässt sich scheiden. Inciser ist ein großes Vorbild für die junge Generation. Ihre mitreissende Erzählung ist von Lebensweisheit und Humor geprägt.
Naciye Özsu
Naciye Özsu ist Redakteurin und politische Beraterin. Die Dipl-Des. (Schwerpunkte: Kunst und Film) verbindet in ihrer Arbeit journalistische Erfahrung mit einem feinen Gespür für gesellschaftliche Zusammenhänge und politische Teilhabe.
Ein wichtiger Bezugspunkt ist der Verein frau-kunst-politik e.V., der Frauen-Empowerment und Völkerverständigung in den Mittelpunkt stellt. Dort entstehen Projekte, die Kunst und Politik miteinander verknüpfen und Räume für Begegnung und Austausch eröffnen.
Naciye Özsu ist Vorstandsvorsitzende der Volkshochschule (VHS) Taufkirchen.