Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

Starke Töne, starke Frauen!

23 April|19:00 - 21:00
Interviews & Musik mit anschließender Jam-Session

Starke Töne, starke Frauen

Datum Donnerstag, 23. April 2026
Uhrzeit 19:00-21:00 Uhr
Ort Bellevue di Monaco

Leitung & Moderation
Katrin Richthofer
Referentinnen Michaela Dietl, Mascha (Mariia Vitusevych), Nailya Rafikova
Musik Quetschenweiber
Interviews & Musik mit anschließender Jam-Session – gerne eigene Instrumente mitbringen!
„Nur wenn man das Mögliche liebt –kann man das Unmögliche entdecken…“ Michaela Dietl
Interviews & Musik mit anschließender Jam-Session – gerne eigene Instrumente mitbringen!

Musik ist die universelle Sprache, in der alle Menschen sich verstehen. Musik verbindet über Landes- und Sprachgrenzen hinweg. Und Musik macht stark: Sie verleiht Präsenz, gibt eine Stimme, macht unüberhörbar. Orchester, Chöre, Bands sind Gemeinschaften, in denen oft eine bunte Mischung von Menschen miteinander einen Einklang suchen, ungeachtet von Alter, Geschlecht, Nationalität: Hier zählen einzige das Beherrschen eines Instrumentes oder der eigenen Stimme und das Aufeinander Hören: Welches Instrument, welche Stimme erzählt an dieser Stelle der Komposition die Hauptstimme, wer sollte hier nur leise begleiten – um dann an anderer Stelle den Lead zu übernehmen?
Musik: Quetschenweiber http://www.quetschenweiber.de/
Quetschenweiber Mascha
Mascha (Mariia Vitusevych), Akkordeonspielerin der Quetschenweiber, ukrainische Wurzeln
Ich bin Mascha. Mit 16 kam ich mit meinen Eltern, beide Wissenschaftler, aus Kiew nach Deutschland. Schon als Kind versuchte ich mich an Klavier, Gitarre und Gesang, „zu quirlig oder zu unsicher“, meinten meine Lehrer. Dennoch liebte ich es, mich in Klängen zu verlieren. Mit 34 unternahm ich einen neuen Anlauf und begann bei Michaela Dielt, Akkordeon zu lernen. Der Klang des Akkordeons ist für mich etwas ganz Besonderes. Einerseits kann ich damit meine Launen zum Ausdruck bringen: mal bin ich ruhig-zaghaft, mal laut, schrill und voller Energie. Andererseits verbindet mich dieses Instrument auf musikalische Weise mit den Traditionen Deutschlands und der Ukraine, denn das Akkordeon begleitet Menschen in Freude, Alltag und im Schmerz. Und zuletzt möchte ich meinen kleinen Traum verraten: Seit zwei Jahren darf ich mit den „Quetschenweibern“ den Alltag aufmischen – und ich wünsche mir sehr, dass es noch viel länger so sein wird.
Zweck des Vereins frau-kunst-politik e.V. ist die Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern, die Förderung der Kunst und Kultur
 Michaela Dietl, Leiterin Quetschenweiber
Michaela Dietl leitet das Frauenakkordeonorchester seit seiner Gründung 2005. Die Mitspielerinnen haben seither gewechselt und es sind auch neue Instrumente wie Violine und Saxophon dazu gekommen. Die aktuelle Besetzung existiert seit über 10 Jahren. Die Quetschenweiber spielen am liebsten akustisch, die meisten Lieder und Stücke stammen aus Michaelas Feder, von europäischer Strassenmusik inspiriert. www.michaela-dietl.de “Das Zusammenspiel gibt uns Kraft, Auseinandersetzung und ein solidarisches Gefühl!”
 
Gönül-Yerli
Nailya Rafikova, Mathematikerin & Sängerin im Münchner Frauenchor, tataistanische Wurzeln
Als Nailya Rafikova 6 Jahre alt war, brachten ihre Eltern sie in Kazan, der Hauptstadt Tataistans, in die Musikschule. Seither singt sie: An der Uni im Studentenchor, später mit ihrem Mann Vlad im Kammerchor. Nayla studierte in Russland Mathe und Informatik. 2001 kamen die beiden nach Deutschland. Als Nayla 2002 ein klein wenig Deutsch konnte und eine Annonce in der Zeitung sah: “Der MFC sucht Mitsängerinnen!” griff sie beherzt zum Telefon. Nach kurzem Radebrechen einigte man sich auf einen Austausch per Mail – einen Montag später war sie im Chor dabei. Auch heute, 23 Jahre später, singt Nayla noch im Münchner Frauenchor – der ihr eine wichtige Unterstützung war, sich zu integrieren, Deutsch zu sprechen, die deutsche Kultur und Frauen aus vielen Ländern kennenzulernen. Nayla hat eine Tochter, spricht heute super Deutsch und arbeitet bei der Jet Brains GmbH.

 

Gönül-Yerli
Katrin Richthofer
Katrin Richthofer musiziert, seit sie denken kann: in der Blockflötengruppe, die ihre Mutter als Musiklehrerin leitete, in Kinderchören, Schulchören, Kirchenchören, Unichören, dem Landesjugendchor, Jazzbands, Orchestern, mit Freunden, nun seit 35 Jahren im Münchner Frauenchor. Gemeinsames Musizieren liegt in der Familien-DNA: Als der Wiener Großvater Karl Huber 1935 als junger Beamter nach Deutschland beordert wurde “zur Durchmischung des Volkes”, war seine wichtigste Integrationsstütze (neben einer bezaubernden jungen Frau) die Schrammel, die er sich zusammensuchte und mit der er bald bei Festen aller Arten auftrat: Geige, Zither, Hackbrett, Gitarre, Gesang. Ein Stück klingende Heimat.
Zweck des Vereins frau-kunst-politik e.V. ist die Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern, die Förderung der Kunst und Kultur
Quetschenweiber
Die Quetschenweiber musizieren seit 2005 miteinander. Neben dem Gemeinsam-Spaß-haben mit europäischer Strassenmusik ist  “Empowerment durch Musik!” ein Motto. Ein Lied handelt vom Equal pay day, der Female Tango erzählt von Gewalt gegen Frauen, das Lied der italienischen Frauenbewegung gibt Mut.

Schon vorm Ukraine-Krieg ist Mascha als neue Mitmusikantin mit neuen Liedern aus ihrem Heimatland Ukraine in die Band gekommen – die Quetschenweiber haben im Gegenzug Mascha ein Stück Heimat im neuen Land gegeben. Auch Nailya ist schon seit vielen Jahren in Deutschland – und hatte sich, kaum war sie aus Russland in München angekommen, einen Chor gesucht: Den Münchner Frauenchor, in dem sie nun seit 25 Jahren musiziert, zusammen mit zwei Französinnen, einer Italienerin, einer Chinesin und vielen deutschen Sängerinnen.
Wir wollen mit Mascha, Michaela und Nailya über das gemeinsame Musizieren als Kraftquelle reden. Und allen Mut machen, selbst die Stimmbänder zu ölen, zu Triangel, Akkordeon oder Saxophon zu greifen und die Kraft des gemeinsamen Musizierens und die Gemeinschaft mit Anderen zu suchen und zu erleben – bei der anschließenden Jam-Session und im Alltag!

 

„Nur wenn man das Mögliche liebt –kann man das Unmögliche entdecken…“ Michaela Dietl

Details

  • Datum: 23 April
  • Zeit:
    19:00 - 21:00
  • Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen