Live-Interview mit Modupe Laja
17 September|19:00

Live-Interviews
#weibliche Vorbilder mit Modupe Laja
Datum Donnerstag, 17. September 2026
Uhrzeit 19:00 – 19:30 Uhr
Ort Youube-Kanal von FKP e.V.
Leitung und Moderation Naciye Özsu
Referentin Modupe Laja
Der Verein frau-kunst-politik e. V. hat im Jahr 2025 mit der Live-Kampagne #weiblichevorbilder eine wichtige Initiative ins Leben gerufen. Diese rückt herausragende interkulturelle Frauen aus dem öffentlichen Leben in Deutschland in den Fokus. In einer Welt, in der Erfolg und Anerkennung oft von Herkunft und Aussehen abhängen, ist es wichtiger denn je, jene Stimmen zu hören, die beweisen, dass Talent, Bildung und Durchhaltevermögen keine Grenzen kennen.
Referentinnen 2026: Gilda Sahebi, Modupe Laja, Mahbuba Maqsoodi
Im Mittelpunkt stehen Frauen aus unterschiedlichen biografischen und kulturellen Kontexten, die das öffentliche Leben in Deutschland aktiv mitgestalten.
Wir laden Sie ein, ihnen zuzuhören und sich von ihnen inspirieren zu lassen. Entdecken Sie die beeindruckenden Lebenswege, die trotz aller Hindernisse und Vorurteile zu außergewöhnlichen Erfolgen geführt haben. Diese Frauen sind Vorbilder für alle Mädchen und Frauen, insbesondere für diejenigen mit Migrationsgeschichte. Sie zeigen uns, was es bedeutet, die eigene Identität zu leben, sich durchzusetzen und die Person zu werden, die man wirklich sein möchte.
Die Live-Interviews werden 2026 fortgeführt und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Ein besonderer Fokus der Veranstaltungsreihe liegt zudem auf den unterschiedlichen Strömungen des Feminismus...
… insbesondere dem migrantischen Feminismus in Deutschland. Dieser leistet seit Jahrzehnten einen unverzichtbaren Beitrag zum Kampf für Gleichheit vor dem Gesetz, Gleichberechtigung, Autarkie und Selbstbestimmung von Frauen mit Migrationsgeschichte, die oft mit spezifischen und mehrfachen Diskriminierungen konfrontiert sind. Darüber hinaus müssen bei der aktuellen Debatte um Geschlechtergerechtigkeit in Deutschland feministische Forschungsperspektiven aus Lateinamerika, der arabischen Welt und Afrika einbezogen werden, um eine tiefere und umfassendere Dimension zu gewinnen. Diese Forschungstraditionen bieten durch die bei der Analyse von Geschlechterverhältnissen berücksichtigten spezifischen, historischen, kulturellen und soziopolitischen Kontexten ihrer Regionen wichtige Korrektive und Ergänzungen zu eurozentrischen Ansätzen.
Wir laden Sie ein, zuzuhören und sich inspirieren zu lassen. Entdecken Sie die beeindruckenden Lebenswege, die trotz aller Hindernisse und Vorurteile zu außergewöhnlichen Erfolgen geführt haben. Diese Frauen sind nicht nur Vorbilder für Mädchen und Frauen mit Migrationsgeschichte, sondern für uns alle. Sie zeigen uns, was es bedeutet, die eigene Identität zu leben, sich durchzusetzen und die Person zu werden, die man wirklich sein möchte.
Frauen haben es, trotz den Errungenschaften der letzten Jahre, nicht immer einfach, wenn es um die soziale Anerkennung geht. Insbesondere Frauen mit Migrationsgeschichte, einem ausländisch klingenden Familiennamen oder mit Charakteristika, einem Aussehen oder einer Attitude, die nicht mit dem vorgegebenen Setting der Gesellschaft im Einklang stehen, sind mit zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert.
Ein Hauptanliegen, für das sich der Verein frau-kunst-politik e.V. seit Jahren einsetzt, ist der Kampf gegen die Unsichtbarkeit: Obwohl die Zuwanderung in Deutschland eine lange Tradition hat, genießen auch äußerst talentierte, hochgebildete Frauen mit ausländischer Herkunftsgeschichte meist nicht die Anerkennung, die sie eigentlich verdienen – mögen sie auch Koryphäen auf ihrem Gebiet sein.
Nichtsdestotrotz haben es nicht wenige Frauen mit ausländischen Wurzeln geschafft, in der deutschen Gesellschaft einen sehr wichtigen Beitrag zu leisten und sich sogar in männerdominierten Branchen zu beweisen – Ansporn und Vorbild für andere Frauen und Mädchen!
Im Kampf gegen Intersektionalität und fehlende Anerkennung startet der Verein die Kampagne #weiblichevorbilder, die herausragende interkulturelle Frauen aus dem öffentlichen Leben in Deutschland einem breiten Publikum in Form eines narrativen Interviews vorstellt.
Modupe Laja
Modupe Laja ist eine afro-deutsche Literaturwissenschaftlerin, Kuratorin und bildungspolitische Referentin. Ihr Engagement ist eng mit kolonialkritischen und feministischen Diskursen verbunden, die von ADEFRA – Schwarze Frauen in Deutschland – und der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland ausgingen. Sie gilt als eine der Wegbereiterinnen der neuen afro-deutschen bzw. Schwarzen Bewegung seit den 1986ern. Als deutsch-nigerianische Aktivistin war sie maßgeblich an der Selbstorganisierung von Menschen afrikanischer Herkunft und der Gründung zivilgesellschaftlicher Organisationen mitbeteiligt. Aufgrund ihres langjährigen Engagements wurde sie in 2025 mit der Bayerischen Staatsmedaille für Soziale Verdienste ausgezeichnet.
Laja verbindet wissenschaftliche Expertise mit einem community-basierten Ansatz für partizipative Mitsprache in Kultur, Kunst und Bildung. Im Zentrum ihrer kulturpolitischen Arbeit stehen Repräsentationen aus afro-deutscher bzw. Schwarzer Perspektive und die Auseinandersetzung mit eurozentrischen Konzepten sowie dekolonial-feministische Denkansätze und Schwarze Widerstandsnarrativen. Sie verfasste u.a. rassismuskritische Analysen zum Afrikabild in deutschsprachigen Kinder- und Schulbüchern. Als Kuratorin wirkte sie 2013 und 2023 an Ausstellungsprojekten des Münchner Stadtmuseums mit. 2025 verantwortete sie die Kuration und Projektleitung des „Dekolonialen Forums“ im Münchner Alten Rathaus im Rahmen der zweiten UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft.