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Scheidung – wenn, dann richtig!

15 Oktober|19:00 - 21:30
Scheidungsthemen mono- und binationaler Paare

Scheidung – wenn, dann richtig. 

Datum Donnerstag, 15. Oktober 2026
Uhrzeit 19:00 – 21:15 Uhr
Ort Bildungswerk München

Leitung & Moderation Katrin Richthofer
Referentinnen
Renate Maltry, Rechtsanwältin und Vorsitzende Stadtbund Münchner Frauenverbände
Sofie Engl, Projektleitung Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Coach und Dozentin im Bereich Konflikt und Kommunikation, Diversity und (Getrennte) Eltern
Odete Cortiço, Paar- und Familientherapeutin mit Elternberatung und zuständig für Begleiteten Umgang beim Verband binationaler Familien und Partnerschaften in München
Dass die romantische Hoffnung auf “Happy ever after” nicht immer aufgeht, ist wohl allen bewusst: Nach durchschnittlich knapp 15 Jahren endete in Deutschland 2024 jede dritte Ehe. Gerade Frauen und Kinder sind auch heute noch oft die Verlierer.
Die Scheidungsanwältin Renate Maltry, die Paar- und Familientherapeutin Odete Cortiço und Coach und Dozentin Sofie Engl wollen wir in diesem Seminar befragen zu rechtlichen, seelischen und psychologischen Apekten bei einer Scheidung befragen.
Neben Vorträgen und einer Podiumsdiskussion bleibt auch viel Raum für eigene Fragen.
In Kooperation mit: Münchner Bildungswerk, Verband binationaler Familien und Partnerschaften. 
Gerade Frauen und Kinder sind auch heute noch oft die Verlierer: Allen Emanzipationsbemühungen zum Trotz hat sich das Austragen der Kinder und Stillen durch die...
… Mütter als Premiumlösung behauptet. Väter nehmen zwar heute immer öfter auch Erziehungszeiten – aber meist sind es die Frauen, die für die Kinderbetreuung dauerhaft beruflich zurückstecken. Eine finanzielle Vollversorgung der “Vollzeitmama” nach der Scheidung bis ans Lebensende wurde spätestens mit der Scheidungsrechtsreform 2008 abgeschafft. Seither gilt der Grundsatz “Eigenverantwortung geht vor!”. Jede/r ist grundsätzlich selbst für den eigenen Unterhalt verantwortlich, ist das kleinste Kind 3 Jahre alt auch die vormals “Nur-Hausfrau”. Hier sind pauschale Aussagen zwar schwierig, da individuelle Faktoren entscheiden – aber ein grober Überblick ist für viele Frauen entscheidend für die Frage: Was würde eine Scheidung für mich – auch finanziell – bedeuten? Überwiegt der Leidensdruck einer Ehe mit diesem Partner – oder die Angst vor finanzieller Unsicherheit? Während Männer nach einer Scheidung im Durchschnitt 10% weniger Einkommen haben, liegt die finanzielle Einbuße bei Frauen bei etwa 30%. Liegt die Armutsgefährdung in der Gesamtbevölkerung bei knapp 13%, betrifft sie fast 40% der Alleinerziehenden – meist Frauen.
Eine spannende Frage bei Ex-Ehepaaren mit Kindern ist die Art Kinderbetreuung. Wählt man das immer noch gängigste Residenzmodell? In 68,3% der Fälle leben die Kinder hauptsächlich bei der Mutter, 7,5% beim Vater. 12,2% der Ex-Familien wählen das erweiterte Umgangsmodell, in dem das Kind überwiegend bei einem Elternteil lebt, aber ausgedehnten Kontakt zum anderen hat. Ebenso häufig ist mit 12% das Wechselmodell – Kinder leben hier zu etwa gleichen Teilen bei beiden Eltern. Meist müssen dabei die Kinder etwa einmal die Woche die Koffer packen – im Nestmodell tun das die Eltern.
Die Referentinnen wollen wir in diesem Seminar befragen: Was bedeutet Scheidung insbesondere auch im binationalen Kontext? Welche Möglichkeit der Kinderbetreuung kommt in Frage, und was bedeuten verschiedenen Modelle –organisatorisch und finanziell, aber auch für’s “Kindswohl” und die Seele der Geschiedenen?
Neben Vorträgen und einer Podiumsdiskussion bleibt auch viel Raum für eigene Fragen.
Zweck des Vereins frau-kunst-politik e.V. ist die Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern, die Förderung der Kunst und Kultur
Renate Maltry: “Ich bin Fachanwältin für Erbrecht und Fachanwältin für Familienrecht in München. Ich berate und vertrete hierzu bundesweit in rechtlichen Angelegenheiten. Zudem bin ich zertifizierte Unternehmensnachfolgeberaterin (ZentUma) sowie zertififierte Testamentsvollstreckerin (AGT). Ich war Vizepräsidentin des Deutschen Juristinnenbundes und viele Jahre in der Kommission für Familien-, Erb- und Zivilrecht.
Heute bin ich 1. Vorsitzende des Deutschen Juristinnenbundes München/Südbayern. Darüber hinaus bin ich Gründerin des Vereins TuSch e.V. Trennung Scheidung e.V. und Autorin des Buches „Doch noch scheiden oder weiterleiden? Trennung und Scheidung in der Lebensmitte“, welches im August 2024 in Rowohlt Verlag erschienen ist. Ich bin Trägerin des Bayerischen Verdienstordens.”
Zweck des Vereins frau-kunst-politik e.V. ist die Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern, die Förderung der Kunst und Kultur
Odete Cortiço ist Paar- und Familientherapeutin mit Elternberatung und zuständig für Begleiteten Umgang beim Verband binationaler Familien und Partnerschaften in München.
Zweck des Vereins frau-kunst-politik e.V. ist die Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern, die Förderung der Kunst und Kultur
Sofie Engel, Projektleitung Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Coach und Dozentin im Bereich Konflikt & Kommunikation, Diversity und (Getrennte) Eltern: „ZuFrieden leben“ ist nicht nur mein Lebensmotto sondern auch die Vision für meine Angebote. Es ist mir eine Herzensangelegenheit nicht nur (Selbst-)Bildung in Form von Kompetenzvermittlung an zu bieten. Vielmehr geht es mir darum, Menschen den Raum zu eröffnen von sich selbst berührt zu sein und mit authentischer Neugierde zu lernen um sich positiv weiter zu entwickeln.
Meine Themen sind Konflikt & Kommunikation, Diversity und (Getrennte) Eltern.
Zweck des Vereins frau-kunst-politik e.V. ist die Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern, die Förderung der Kunst und Kultur
Moderation: Katrin Richthofer
Nach Ihrem Dokumentarfilmstudium an der Münchner Filmhochschule hat Katrin 22 Jahre dort gearbeitet – erst im Bereich Kamera, dann als Geschäftsführerin des Studienzentrums für Filmtechnologie. Über den Aufbau eines Nachhaltigkeitsnetzwerks Film tat sich als zweites Standbein das Thema “Green Shooting” auf – hier gibt sie europaweit Vorlesungen. Heute arbeitet sie – neben freiberuflichen Imagefilmaufträgen und Vorlesungen – mit einer halben Stelle im Bereich Ethik der evangelischen Landeskirche.
In Sachen “Scheidung mit Kindern” ist sie Profi: Von 2013 bis 2023 lebte sie mit ihren 3 Kindern und dem Exmann ein Nestmodell, während die mit der Wiederheirat 2015 dazugewonnenen 4 Stiefkinder im erweiterten Residenzmodell hauptsächlich bei der Mutter lebten.

Details

  • Datum: 15 Oktober
  • Zeit:
    19:00 - 21:30
  • Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort