Weltfrauentag 2019

Feministische Auswege

Veranstalterinnen:

frau-kunst-politik /Terre des Femme e.V.

Förderungen durch:
House of Ressourcen/Kulturreferat/Migrationsbeirat

Kooperationspartner*nnen:
Bellevue di Monaco/Theatergruppe von Cristina D’Alberto und Martina Missel

„Die Revolution ist nicht künstlerisch,
aber die Kunst kann revolutionär sein.“
– Ai Weiwe

Autorin/Organisation

“Feministische Auswege“

© Dr. Corina Toledo

Konzept:

Auch wenn die Kunst die herrschenden Verhältnisse grundsätzlich nicht verändern kann, so kann man mit der Kunst versuchen, die hegemoniale Männlichkeit, also die Legitimierung männlicher Herrschaftsmacht und die damit einhergehende latente Bedrohung für Mädchen und Frauen sichtbarer zu machen, darüber reflektieren, wo die Ursachen sind und welche Auswege es gibt.
Und mit diesem Projekt, in dem Kunst mit Politik verbunden wird, wollen wir diesen Versuch unternehmen.
Der Soziologe Armin Nasehi sagt dazu: „Kunst gewöhnt uns an das andere, daran, dass es mehrere Varianten geben könnte.“
Im Rahmen des Weltfrauentags 2019 präsentieren wir eine Reihe von Veranstaltungen, die sich mit den Fragen befassen:

  • wie diese toxische Männlichkeit überwunden werden kann?
  • Wie und welche fundamentalen Veränderungen und Entscheidungen möglich und realistisch sind innerhalb der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen?
  • Gibt es wirklich keine Alternative für die derzeitige Realität von Mädchen und Frauen, in der sie kaum am ökonomischen Vermögen der Welt teilhaben und nach wie vor erheblich wenig mitwirken bei den politischen Bildungsprozessen?
  • Wieso liegt die riesengroße Verantwortung für viele sozialen Aufgaben in der Gesellschaft fast nur noch bei den Frauen?
  • Ist Prostitution wirklich alternativlos, weil sie das angeblich älteste Gewerbe der Welt ist, aber in Wirklichkeit die älteste Gewaltform an Mädchen und Frauen darstellt?
  • Gibt es keine Alternative zu den diversen Formen von Gewalt gegen Mädchen und Frauen bis hin zu den geschlechtsspezifischen Ermordungen, den Femiziden?

Die Alternativlosigkeit predigen uns schon lange renommierte Politikerinnen und Politiker aus aller Welt.

 

Ist das aber wirklich so? Wir sagen deutlich Nein: Es gibt sehr wohl weltweit Alternativen- feministischen Auswege.

 

Mit zwei Filmen wollen wir zunächst zeigen, dass auch heute noch Gesellschaften existieren, deren politische Ordnungssysteme wie auch ökonomische Produktionsformen und Sozialsysteme ohne häusliche Gewalt, ohne Vergewaltigung oder Frauenmord auskommen. Die Filme zeigen gewaltfreie Kulturen, in denen die von Generation zu Generation weitergegebenen Werte jene der Aufmerksamkeit, des Respektes, des Erkennens der Bedürfnisse und der gemeinsamen Nutzung der Güter sind, und zwar im Einklang mit der Natur. Im Gegensatz zu den so genannten „zivilisierten, modernen Gesellschaften“, die es geschafft haben, in nicht mehr als zwei Jahrhunderten die Lebensgrundlage von Mensch und Tiere fast komplett zu vernichten, was ich als Biozid bezeichne.

Der erste Film: NU GUO – Nel nome della Madre
Filmemacherin: Francesca Rosati Freeman e Pio D’Emilia
http://www.francescarosatifreeman.com/ita/nu-guo.html
Der zweite Film: „Wo die freien Frauen wohnen“
Filmemacherinnen Uschi Madeisky, Dagmar Margotsdotter-Fricke
https://www.youtube.com/watch?v=MEsXh6gfM5w

Bei beiden Filmen wird es anschließend eine Podiumsdiskussion mit den Filmemacherinnen geben.

Frau Rosati Freeman wird direkt gedolmetscht.

Neben den Filmen ist ein experimentelles Theaterstück (somewhere / shared) geplant, in Kooperation mit der Choreografin und künstlerische Leitung der international besetzten Theatergruppe, Cristina D’Alberto und Martina Missel.

Es geht um ein Gedankenspiel jenseits des Patriarchats, also um die Utopie, wie dieses so destruktive, frauenfeindliche System überwunden werden kann. In diesem Sinne setzt sich die Theatergruppe mit den patriarchalen Strukturen, die im Raum erforscht und herausgefordert werden. Gezeigt wird, dass die Gruppe in vorgegebenen Geschlechterrollen und Stereotypen gefangen ist und wie dies sich auf Macht und Rebellion individuell und in der Gruppe auswirkt. Diese Gedankenspiele können zu konkreten Widerstandmomente bzw. zur Befreiung führen.
Trailer und Videomitschnitt: https://cristinadalberto.com/project-type/creating/

Podiumsgespräch:

Als Ergänzung und aufgrund der aktuellen Entwicklung wird es eine Podiumsdiskussion mit dem Titel: „mir san da“ geben, über Frauen, die ihre Migrationsgeschichte erzählen. Damit wird sichtbar gemacht, was Migration an sich ist und bedeutet, für mich als „Betroffene“ und für die „Anderen“, die mich als „Fremde“ wahrnehmen. Es geht um die Sichtbarkeit „eigene“ Geschichten, also als Migrantinnen, die Subjekte sind mit ihren eigenen individuellen Wege, Historie und Erfahrungen.
Darüber hinaus soll gezeigt werden, dass Migrantinnen auch einen wichtigen Beitrag in der deutschen Gesellschaft leisten!

Mitwirkende: Dr. med. Eiman Tahir (Sudan) Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Gynäkologin), Dr. Corina Toledo Politikwissenschaftlerin, Referentin, Ökofeministin (Chile), Dr. Vivan Thimoty, Künstlerin, ehemalige Dozentin an der The King’s School, Worceste (Nigeria), Gülseren Demirel, Sozialarbeiterin, München und Landtagsabgeordnete im Bayerischen Landtag (Türkei).
Moderation Selen Gürler, Moderatorin, Dozentin (Deutsch mit türkischen Wurzeln)

Solche gemeinschaftlichen Aktivitäten fördern die Teilnahme und somit die Integration und Partizipation in der
Gemeinschaft. All diese Veranstaltungen machen sichtbar, dass die individuelle Persönlichkeit eines jeden
Menschen von Werten und Lebensvorstellungen geprägt ist, je nach sozialem und politischem Kontext.
Damit enden die Veranstaltungen, die dazu beitragen sollen, wie Mädchen und Frauen ein Leben in Würde, Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden haben können.

Eckdaten zu den Veranstaltungen:

1. Filmvorführungen Film: „Wo die freien Frauen wohnen“ // Donnerstag 12. März um 19h.
Film: NU GUO – Nel nome della Madre // Sonntag 17. März 2019 als Matinée um 11h
Arena Filmtheater, Hans-Sachs-Str. 7, 80469 München/Karten erhältlich unter: www.arena-kino.de

2. Experimentelles Theaterstück (somewhere / shared).
Aufführungsort: Große Halle des MUCCA / Schwere-Reiter-Straße 2 / 80637 München.
Datum: 21. und Freitag 23. März 2019 um 19h.

3. Podiumsdiskussion „Mir san da“: Bellevue di Monaco, Müllerstraße 2-6, 80469 München.
Datum: Donnerstag 07. März 2019 um 19h.

Ansprechpartnerinnen:

Juliane von Krause
TERRE DES FEMMES
Menschenrechte für die Frau e. V.
Städtegruppe München
Praschlerstr,. 30
81673 München
Tel.: +49-89 43651474
E-Mail:muenchen@frauenrechte.de
Internet:www.terre-des-fremmes-muenchen.de

Dr. Corina Toledo

Mühlenstr. 20
85778 Haimhausen
Tel.: +49 8133/ 994444
Mobil: +49 178/19873355
E-Mail: info@frau-kunst-politik.de
Internet: www.frau-kunst-politik.de

Kooperationspartner*nnen:

HOR_Logo_RGB_Web
Morgen_Logo_Verlauf_g_cmyk