Deutschland 

Das lateinische revolvere – zurückdrehen  – als Namensgeber des Wortes Revolution: die alte Ordnung sollte wiederhergestellt werden. Der heutige Sinn hat sich wortverwandt verändert in (totales) Umwälzen : als Revolution im Durchsetzen territorialer Ansprüche, religiösfanatischer Zwänge,  in blitzartigen Regierungsumstürzen und mittels revolutionärer Gewaltexzesse mit brutalsten Machtkämpfen. Wir leben selbst in einer weitgehend übersättigt kapitalistischen Gesellschaft, da klingt es wie Hohn, wenn ausgerechnet wir zu Revolutionen Stellung nehmen.

Natürlich gibt es auch sanfte Revolutionen, natürlich hat auch die Kunst heißdiskutierte und nachhaltige Revolutionen durchlebt und gestaltet. Aber wie revolutionär sind wir denn im Alltag? Wie sehen wir all die Geschehnisse unserer Zeit? Wann wehren wir uns, wann verteidigen wir tatsächlich Andersdenkende.

Wie viel Verständnis bringen wir auf? Wie viel bzw. wie wenig Wahrheit kennen wir? Wer informiert uns objektiv?

Der Einzelne ist es, der mich bei dem Thema  Revolution beschäftigt. So viele Menschen haben schon für ihre Ideale ihr Leben gelassen. Was ist aus denen geworden, die erfolglos waren in ihrem Kampf? Es gibt nur wenige Antworten, obwohl unendlich viel darüber geschrieben und gesagt wurde. Die künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten zu dem Thema sind zahlreich und weitgehend individuell geprägt.