Zum Weltfrauentag, am Donnerstag 8. März 2018 um 19h wird es einen Impulsvortrag von Dr. Corina Toledo (VHS Norden) über den Widerstand von Frauen in Lateinamerika gegen die frauenfeindlichen Strukturen bzw. zunehmenden Frauenmorde (Femizid) geben. Musik und kulinarische Spezialitäten aus Lateinamerika begleiten uns an diesem Abend.

Positive Beispiele werden gezeigt, wie Mädchen und Frauen sich organisieren und gegen die misogynen Strukturen in Staat und Gesellschaft demonstrieren, ihre Stimme erheben, sich überall sichtbar machen und ihre Rechte einfordern. „Ni una mas“ („keine einzige mehr“) ist eine Initiative, die ab 1993 ein Ende der Mordserie an jungen Frauen in Juarez/ Mexiko forderte. Doch, weil die Gewalt gegen Mädchen und Frauen in Lateinamerika zum Alltag gehört, begannen Mädchen und Frauen sich auch in vielen Ländern Lateinamerikas zu erheben. Ihnen gelang es, mit dem Tabu, Feminizid, sexualisierte Gewalt sei ein „Verbrechen aus Leidenschaft“ oder „Privatsache“ zu brechen. Immer mehr wird sichtbar, dass Gewalt strukturell bedingt ist. Das führt dazu, dass ganz langsam in der Gesellschaft ein Bewusstseinswandel einsetzt.

Weil sexualisierte Gewalt Mädchen und Frauen leider nicht nur in Krisenregionen erleben, sondern in scheinbar befriedeten Gesellschaftssystemen auch, möchte ich das Publikum dazu einladen, eigene Erfahrungen, Erlebnisse oder Wahrnehmung zum Ausdruck zu bringen, so dass ein Austausch stattfindet.

Stadtteilkultur 2411 e.V. /Blodigstraße 4, 3. Stock/80933 München