Sich als junge Frau die Frage zu stellen, was „Identität in Zeiten der Globalisierung“ bedeutet, ist sicher kein leichtes Unterfangen. Doch hinsichtlich meiner persönlichen Biographie kann ich behaupten: Meine Identität hat sich aus dem kulturellen Reichtum von Deutschland und der Türkei gespeist. Starke weibliche Vorbilder, wie meine Mutter und Großmutter, bei denen ich Geborgenheit erfahren, die Fähigkeit zu Lieben und zugleich Zerbrechlichkeit gelernt habe, tragen heute noch zu meiner Identitätsfindung bei. In der dritten Generation bin ich in München aufgewachsen, mit Rechten und Pflichten, die für mich eine Selbstverständlichkeit sind. So gehe ich meine Wege als selbstbewusste Frau, die zur Vielfalt in der Gesellschaft beiträgt. Den einen Weg gehe ich als Studentin der Architektur, und den anderen als Musikerin in der deutschen Hip-Hop-Szene, die überwiegend männlich dominiert ist. Meine Musik greift unterschiedliche Themen auf, die zum Reflektieren motivieren sollen, auch im Bezug auf „Identität“.