Identität in Zeiten der Globalisierung

Das Interesse an der brisanten Thematik basiert auf der Entwicklung der letzten Zeit sowohl auf nationaler wie auch internationaler Ebene. Wie gestaltet sich die Identitätsbildung und -Wahrnehmung in Zeiten der Globalisierung auf der individuellen wie auch auf der kollektiven Ebene? Die mitwirkenden KünstlerInnen – aus Malerei, Zeichnung, Bildhauerei und Musik – wurden von mir eingeladen, um das Thema aus ihrem jeweils eigenen Blickwinkel mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu reflektieren und sich auf die Suche nach ganz persönlichen Antworten zu begeben. Die hier gezeigten Arbeiten spiegeln diesen Reflexionsprozess wieder und lassen die Besucher daran teilhaben.

Die öffentliche Diskussion sowie der wissenschaftliche Diskurs zu diesem Thema, werden in Deutschland bisher kaum, oft kontrovers und nicht selten ethnozentrisch geführt, und sie sind meistens männlich dominiert. Die Gemeinschaftsausstellung befasst sich mit der brisanten Frage, wie sich Identitätsbildung und -wahrnehmung in Zeiten der Globalisierung gestaltet. Mit der Globalisierung erleben wir eine rasante Entwicklung internationaler Verflechtungen in fast allen Bereichen. Das führt zu einer weltweiten Verfügbarkeit von Elementen aller Kulturen. In Zeiten der Globalisierung erleben wir, dass heute praktisch kaum eine Gesellschaft sich entziehen kann, sich mit der „Fremde“, mit anderen Kulturen auseinanderzusetzen. In Zeiten der Globalisierung hat sich die Tendenz durchgesetzt, fast alle Lebensbereichen dem Primat der Wirtschaft unterzuordnen, wo der Mensch nur noch als „Homo oeconomicus“ definiert wird, eine Art „Ökonomisierung der Globalisierung“. Zugleich entsteht kein „globales Wertesystem“, sondern ein Welt voller Dichotomien, wie beispielsweise zwischen „Die Bösen“ gegen die „Zivilisierten“. Wie bilden oder verändern sich in diesem globalisierten Kontex Identitäten ? Die Flüchtlingsbewegung als direkte und indirekte Folge der Globalisierung weist auf die Aktualität des Themas hin. Fakt ist, dass mit Migration die Frage der Identität neu gestellt wird, für die „Ureinwohner“ Deutschland´s wie auch für die Flüchtlinge. Nachdenken wollen wir mit einem breiten Publikum, welche Werte und Lebensvorstellungen unsere Persönlichkeit prägen. Welche Faktoren spielen besonders für Frauen eine Rolle bei der Identitätsbildung und –wahrnehmung in Zeiten zunehmender Globalisierung? Da das Kunstprojekt als interaktive Austauschplattform konzipiert ist, sind Gruppenführungen ind diversen Sprachen vorgesehen. Frau Nicole Lassal als Leiterin der Gleichstellungsstelle für Frauen der LH München hat die Schirmfrauschaft für dieses Projekts übernommen und wird das Grußwort bei der Vernissage halten Als Hauptredner zum Thema der Ausstellung wird Herr Hans Well (früher Biermösl und heute Wellbappn) auftreten. An dieser Stelle möchte ich mich bei den Künstlerinnen ganz herzlich für ihre Begeisterung und Mitwirkung an diesem Projekt, insbesonders bei Angela Lenk für ihr Engagement in der praktischen Umsetzung. Mit den Künstlerinnen bedanke ich mich bei allen Personen, die uns vertraut haben und dieses Kunstprojekts finanziell unterstützt haben: Frau Christina Eder, Kulturreferat der Landeshauptstadt München Frau Nicole Lassal mit Team, Leiterin der Gleichstellungsstelle der Landeshauptstadt München Frau Nükhet Kivran mit Team vom Ausländerbeirat der Landeshauptstadt München Frau Dr. Julia Schmitt-Thiel, Leiterin des Kulturzentrum Mohr-Villa München Freimann

„Identität in Zeiten der Globalisierung“, Eine interdisziplinäre und transkulturelle Kunstausstellung

Termine

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