Kulturelle Enteignung durch Luxus-Modehäuser

Kulturelle Enteignung durch Luxus-Modehäuser
Ausstellung und Podiumsdiskussion zu modernem Kolonialismus und Imperialismus
Datum: 4. Dezember 2020 von 14:00 bis 23:00 Uhr
Ort: EineWeltHaus
Referentinnen: Dr. Corina Toledo (Chile-Deutschland), Marie-Jules Mpot Mimbang (Kamerun-Italien-Deutschland), Celia Vila Castro (Peru-Deutschland)
Maureen Njotsa Lermer (Sudan-Deutschland), Karin Peschau (Italien-Deutschland), Anna Grabara (Polen-Deutschland), Vivian Tomothy (Nigeria-Deutschland)
Moderation: Selen Schaeffer (Fachbereichsleitung Stadtteilarbeit, Qualitätsmanagementbeauftragte für Energie- und Umweltmanagement bei der Diakonie Hasenberg e.V.)
Die Veranstaltung befasst sich mit der Aneignung und Enteignung von geistigem Eigentum und genetischen Ressourcen, traditionellem Wissen und Folklore von indigenen Völkern durch Luxus-Modehäuser. Diese Enteignung betrifft Mädchen und Frauen besonders hart. Die Luxus-Modehäuser sind an Zynismus gar nicht zu überbieten: Ganz teuer verkaufen sich Sexy Women Destroyed Jeans! Eine Verhöhnung jener Menschen, die sich etwas Anderes nicht leisten können….
Mit Podiumsdiskussion und Ausstellung möchten wir sichtbar machen, welche
Ursachen und Auswirkungen diese „ausbeuterischen Kolonialpraktiken“ auf die
indigenen Völker haben, und wie diese sich fühlen, wenn sie von globalen
Unternehmen wie Zara, Dior, u.a. betrogen werden.
In der Ausstellung präsentieren in München und Umgebung ansässige Künstlerinnen ihre Kunst mit Bildern und einer Fashion-Show.
Ein neues Rechtsinstrument soll der indigenen Bevölkerung eine faire Beteiligung an den Gewinnen ermöglichen oder diese Enteignung untersagen. Doch die Verhandlungen verlaufen schlecht. Bis jetzt scheinen fast alle Staaten des globalen Nordens nicht einsehen zu wollen, dass Luxusmarken „kulturelle Aneignung“ im besten Kolonialstil betreiben. Bei diesen Verhandlungen geht es für die oft in Armut und Abgeschiedenheit lebenden Ureinwohner-Ethnien um viel: Ihre Existenzgrundlage durch Selbstvermarktung, Weiterbildung und Förderung.

Teilnahme bei allen Veranstaltungen nur mit Anmeldung

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