Feminisierung der Armut – Vortrag mit Diskussion

Vertiefung der Armut und häuslicher und sexueller Gewalt gegen Kinder, Mädchen und Frauen während der COVID-Krise

Referentin: Dr. Corina Toledo, Politikwissenschaftlerin, Ökofeministin
Musik: Amélie Haidt

Datum: 23. Oktober 2020 um 18:00 Uhr
Ort: Kult9

 

Expertinnen und Experten befürchten, dass die Auswirkungen der Pandemie lokal und global die bisher erlangten Fortschritte auf dem Weg zur Gleichberechtigung zum Scheitern bringen.
Es scheint, als ob die Wirrungen der Corona-Pandemie derzeit alles überdecken. Doch nicht zu übersehen ist, dass die schon vor Covid19 herrschende „Feminisierung der Armut“ sich vertieft hat. Auch die
vielfältigen Formen von Gewalt nahmen während des nationalen Lockdowns und der sozialen Kontaktbeschränkungen zu. Auf der anderen Seite hat sich die Aufmerksamkeit der Gesellschaft, Politik und Verwaltung für Themen, die nicht unmittelbar mit der Corona-Krise zu tun haben, extrem reduziert. Die Bereitschaft und Kapazitäten von Verantwortlichen, sich für etwas Anderes einzusetzen, scheint an sehr engen Grenzen gestoßen zu sein. Viele Instrumente, mit denen man die eigenen Rechte einfordern kann, sind durch die Kontaktbeschränkungen fast außer Kraft gesetzt. Persönlichen Treffens mit Verantwortlichen sind schwierig, Veranstaltungen, Kundgebungen oder Demonstrationen nur bedingt möglich, auch der Austausch mit Gleichgesinnten und die Organisation des eigenen Engagements ist kaum möglich.

Die Frage ist, ob der Schock doch zu einem veränderten Umgang mit der Bedrohung führt oder wieder Business as usual sein wird. Und was wäre nötig, um Ungleichheiten und bedrohliche Verhältnisse wirkungsvoll
zu bekämpfen? Darüber wollen wir diskutieren.

Musik: Amélie Haidt

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