Frauen in der Kunst

Ein deutsch-ukrainisches, transkulturelles und interdisziplinäres Gemeinschaftsprojekt!
  • Schirmpatin: Dimitrina Lang, Vorsitzende des Migrationsbeirats München
  • Grußwort: Gülserel Demirel, Sozialarbeiterin und Landtagsabgeordnete im Bayerischen Landtag
  • Ort: Mohr-Villa Freimann // Situlistraße 75, 80939 München
  • Vernissage: 08. September 2019 um 14.00 Uhr
  • Finissage: 03. November 2019 11.00 Uhr

Als die Künstlerin, Frauenrechtlerin und Wissenschaftlerin Frau Dr. Irina Akimova aus der Ukraine von frau-kunst-politik erfuhr, schlug sie gleich einen interkulturellen Austausch unserer Initiative vor, was mich zunächst erstaunte. Doch dann nahm ich ihren Vorschlag als eine spannende Möglichkeit wahr, auf internationalem Parkett zu agieren. Die Stadt Kiew wird seit Jahrhunderten von Menschen aus ganz Europa geprägt, darunter auch von einigen Künstlerinnen. Heute verfügt Kiew über viele Galerien und Museen mit einer ungewöhnlich aktiven, jungen Kunstszene, die für Deutsche höchst interessant ist. Das habe ich im Herbst letztes Jahr bei einem Besuch selbst erleben dürfen. Irina Akimova hat mich eingeladen, im renommierten Museum of Kyiv History als Künstlerin an der internationalen, interdisziplinären Ausstellung teilzunehmen und Deutschland zu vertreten.

Als Kuratorin und Autorin dieses Projekts möchte ich, dass die BesucherInnen sehen, wahrnehmen und fühlen können, was die Künstlerinnen bei der Entstehung ihrer Arbeit gelebt, gefühlt oder gedacht haben könnten. Unser Ziel ist es eine Brücke zwischen Kunst und Kultur entstehen zu lassen – als Zeichen für eine fruchtbare, künstlerische und gesellschaftlich-politische deutsch-ukrainische Zusammenarbeit. Das Kunstprojekts soll einen Beitrag zur Gestaltung unserer gesellschaftlichen und politischen unserer Zukunft mit einer autonomen, bewussten Kunst sein.

Die schweizerische Künstlerin Lena Maria Thüring ist der Meinung, dass Kunst ein Seismograf für Machtverhältnisse und Zustände in der Gesellschaft ist. Dass Machtverhältnisse auch in der künstlerischen Szene vieler Ländern ungleich verteilt sind, zeigt sich darin, dass Künstlerinnen nur mit einem Anteil von 5 Prozent vertreten sind. Das soll sich ändern. Darum organisieren wir uns international, um Synergien zu bündeln.

Die Begegnung soll darüber hinaus eine internationale Plattform bieten für den konstruktiven und kritischen Dialog zwischen den Künstlerinnen beider Länder über die wichtigen sozialen und ethischen Probleme, die die moderne Gesellschaft herausfordern.

Gemeinsam wollen wir herausfinden, wie wir, ukrainische, deutsche und in Bayern lebende Künstlerinnen mit Migrationsgeschichte, einander kennen lernen können. Wir wollen uns austauschen, damit wir über die patriarchalen, gesellschaftspolitischen Strukturen diskutieren und reflektieren können und wie diese sich auf die Kunst von Frauen auswirken. Wir wollen auch herausfinden, was wir voneinander wissen. Was verbindet oder trennt uns? Welche Art Welt erträumen wir uns als politische denkende und agierende Künstlerinnen? Welche Herausforderungen und Probleme haben wir damit in unserer jeweiligen Sparte? Wir möchten zugleich für ein vertieftes Verständnis der Ukraine und ihrer europäischen Ambitionen plädieren, für eine kritische Empathie für ein Land im Aufbruch, das mit vielen Problemen konfrontiert ist. Auch viele der Menschen in der Ukraine stehen für die Verteidigung und Erneuerung der offenen Gesellschaft, für eine liberale Moderne, in der individuelle Freiheit und eine demokratisch organisierte Republik zu mehr Weltoffenheit und kultureller Vielfalt führt. Und weibliche Kunst kann in diesem Kontext ein geeignetes Instrument zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter sein.

Wir, die Künstlerinnen bedanken uns bei allen Personen, Organisationen und Institutionen, die uns helfen, die Ausstellung und das vielfältige und interessante Begleitprogramm einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Dieser interaktive Austausch wird durch unsere Kunstwerke stattfinden, in die ja die individuellen Perspektiven, Ideen, Emotionen, Erfahrungen oder die eigenen Traditionen oder Denkmuster einfließen werden.

  • Das Kunstprojekt ist demnach ein Denkprojekt, wo die mitwirkenden Künstlerinnen wie auch das Publikum eingeladen werden, über Vorurteile oder Stereotypen zu reflektieren und evtl. eigene strukturellen Denkmuster zu verändern
  • Die Ausstellung ist als eine außerparlamentarische und außeruniversitäre Diskussionsplattform zu verstehen.
  • Durch die interaktive Teilnahme von Kunstinteressierten und BesucherInnen leistet das Projekt einen Beitrag zum multikulturellen Dialog.
  • Das Projekt ist außerdem als eine erlebnisorientierte Veranstaltung angelegt, denn es werden interaktive und interkulturelle Gruppenführungen angeboten.
  • Da das Kunstprojekt interdisziplinär und transkulturell angelegt ist, ist es ferner ein Begegnungs-Projekt der verschiedenen Kulturen.
  • In diesem Sinne ist das Gesamtprojekt als ein Beitrag zur Sichtbarkeit der Geschichte von Frauen und Migrantinnen zu sehen.
  • Wir verstehen das Gesamtprojekte als Anstoß für einen Bewusstseinswandel, ja gar eventuelle für eine Erneuerung in dieser Gesellschaft.
  • Nicht zuletzt kann das Projekt als einen Beitrag zur Überwindung der Politikverdrossenheit wahrgenommen werden.

Wir sind überzeugt, dass positive Veränderungen nur möglich sind, wenn die Perspektiven möglichst aller Beteiligten berücksichtigt werden. Wir möchten auch für ein vertieftes Verständnis der Ukraine und ihrer europäischen Ambitionen plädieren, für eine kritische Empathie für ein Land im Aufbruch, das mit vielen Problemen konfrontiert ist. Auch viele der Menschen in der Ukraine stehen für die Verteidigung und Erneuerung der offenen Gesellschaft, für eine liberale Moderne, in der individuelle Freiheit und eine demokratisch organisierte Republik zu mehr Weltoffenheit und kultureller Vielfalt führt. Und weibliche Kunst kann in diesem Kontext ein geeignetes Instrument zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter sein.

Ausstellende Künstlerinnen: Dr. Corina Toledo (Deutsch-Chile)// Barbara von Johnson (Deutschland) Ingrid Firmhofer (Deutschland) // Katalin Berezcki-Kossack (Deutsch-Ungarn)//Dr. Irina Akimova (Ukraine)// Tanya Vasilenko (Ukraine)// Kateryna Pyatakova (Ukraine)// Anna Bitaeva (Ukraine).

Zu den einzelnen KünstlerInnen geht es hier→.

Veranstalterin: frau-kunst-politik.de, Dr. Corina Toledo,  Kuratorin, Autorin, Ausstellungskonzeption und –Organisation Co-Kuratorin, UAFRA, Dr. Iryna Akimova

Mitveranstalterin: WILPF-Internationale Frauenliga, Heidi Meinzolt

Kooperationspartnerinnen: Mohr-Villa Freimann, München

Förderungen durch: House of Ressources// Migrationsbeirat// Gerda-Weiler-Stiftung

In Zusammenarbeit mit: DaMigra | MUT-Macherinnen*

Termine

Alle Veranstaltungen sind frei und dienen der Vertiefung der Thematik.

Es wird gebeten sich anzumelden unter:

info@frau-kunst-politik.de // Mobil: 0049- 178 198 7355

Eine Übersicht aller Termine finden sie hier→.