Deutschland

Filmemacherin/Regisseurin

Ihr Lieblingsformat ist der klassische Dokumentarfilm ohne journalistischen Kommentar, in Abgrenzung zu Fernsehfeature und Reportage. „Dieses Format schafft eine Begegnung auf Augenhöhe; Stoff und Zuschauer begegnen sich unmittelbar. Die daraus erwachsende emotionale Kraft ist die große Stärke von ‚Töchter des Aufbruchs‘.“

Das Thema Migration hat durch die neuesten politischen Entwicklungen an Brisanz gewonnen. Umso dringlicher ist es, starke und selbstbewußte Frauen zu zeigen, die die vorherrschenden Klischees aufmischen. Mit Charme und Tiefgang erzählen 15 Frauen aus unterschiedlichen Nationen ihre Einwanderungsgeschichten, mitreißend untermalt vom Rap „Wanderlust“ der Münchner Szenemusikerin EBOW.

Flucht, Vertreibung, Arbeitssuche oder einfach die Lust auf etwas Neues: Die Gründe, die Frauen aus verschiedenen Nationen nach Deutschland führen, sind unterschiedlich. Der Aufbruch aus Krieg, Armut oder politischer Verfolgung ist für viele auch ein Ausbruch aus traditionellen Lebenswelten, beflügelt von Freiheitsliebe und Sehnsucht nach Selbstbestimmung und Demokratie. „Töchter des Aufbruchs“ stärkt das Bewusstsein, dass die Geschichte der Einwanderung nach Deutschland historisch sehr eng mit der Geschichte der Industrialisierung zusammenhängt.

Angesichts der momentanen Flüchtlingsdebatte ist es besonders wichtig, Begriffe wie Heimat und Zugehörigkeit neu zu denken