Veranstaltungsreihe frau-kunst-politik 2021

Ziel der transkulturellen und interdisziplinären Initiative Frau-Kunst-Politik ist es, auf strukturelle und systematische Probleme aufmerksam zu machen, mit denen Mädchen und Frauen in München und Umgebung konfrontiert sind. Mit der Veranstaltungsreihe „Adelante mujeres! Der Widerstand ist weiblich!“ lädt sie zum Austausch und zur Diskussion ein.

Lesung aus der Erzählung „Jerba-Sandalen“ mit anschließender Diskussion Online und Präsenz

Zoom-Meeting beitreten

https://zoom.us/j/92424039513?pwd=QlBsdklPSVM4V3E3OXQzN2VSN2QwUT09

Meeting-ID: 924 2403 9513

Kenncode: 273118

 

Schriftstellerin Kaouther Tabai

Datum: Freitag 18. Juni, 18.30 Uhr

Ort: Mohr-villa, Situlisstr. München

Musik: Marliese Glück, freiberufliche Musikerin, spezialisiert auf orientalische und historische Percussion-Instrumente

Moderation: Marie-Jules Mpot Mimbang

 

„…Was haben die Väter für Probleme, dass sie Götter sein wollen und dabei so böse sind, dass sie einem nur Schrecken in die Knochen jagen? Sie zittert, sie fühlt sich wie ein Kaninchen gegenüber ihm, dem Löwen. Sie vermeidet seinen Blick. Und ihre Antworten kommen so sicher,
so deutlich, so kompromisslos. Ich sage die Wahrheit, und dann soll es kommen, wie es kommen soll: „Ja, mein Vater hat meine Mutter angegriffen.“ „Ja, mein Vater hat meine Mutter vor uns Kindern mit dem Küchenmesser bedroht.“ „Ja, mein Vater war sturzbesoffen und konnte kaum stehen.“ „Ja, ja, ja…“Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit …“

Kaouther Tabai, 1964 in Tunis geboren, ist Lyrikerin und Übersetzerin. Sie kam 1983 nach München, um Informatik an der Technischen Universität zu
studieren und lebt heute noch dort. Sie schreibt auf Arabisch und Deutsch und übersetzt literarische Texte, vor allem Lyrik. In zahlreichen, teilweise
sehr persönlichen, Kurzgeschichten gelingt es Kaouther Tabai, in ihrem Erzählband „Jasminknospen – von Tunesien nach Deutschland … und
dann?“die Konflikte der arabischen Welt und das Hin-und-Hergerissen-Sein der Jugend zwischen ängstlich-trotzigem Fundamentalismus und Globalisierung, die sozialen und politischen Probleme und die mit dem arabischen Frühling verbundenen Hoffnungen begreifbar zu machen.

Was auf den ersten Blick nach Frauen- oder Migrantenliteratur aussieht, ist ein Schreiben über den Menschen von heute, mit Tiefgang und dem unverkennbaren „Tabai-Humor“, den man aus ihrem erfolgreichen Erstlingswerk „Das kleine Dienstmädchen“ kennt. Ganz gleich, ob die Handlung am Neuhauser Rotkreuzplatz oder im Souk-Labyrinth der Medina von Tunis, am Münchner Hauptbahnhof, am Strand von Rimini, in den Gassen von Cordoba oder auf der Insel Sylt spielt.

 

Eintritt frei, Spenden sind erwünscht.

Anmeldung erforderlich unter treffpunkt@mohr-villa.de, Tel. 089 324 32 64 Es wird um die Beachtung der Standards zur Eindämmung des Coronavirus gebeten. Wo? Mohr-Villa, Situlistraße 75, Freimann (U6); www.mohr-villa.de

Weitere Infos: Dr. Corina Toledo, info@frau-kunst-politik.de